Jungbrunnen für meinen alten iMac

Jungbrunnen für meinen alten iMac

Erinnert sich noch jemand an den allerersten iMac mit einem Intel-Prozessor? Ein solcher löste vor mittlerweile doch relativ vielen Jahren meinen heissgeliebten iMac G4 (“Nachttischlampe”) ab und war damals mit seinem Intel Core Duo (ohne “2″ – early 2006) mit seinen 2 GHz und dem 20″ TFT eine absolute Rennmaschine.

Nun begab es sich mit der Zeit, dass man zwar immer etwas nachrüstete (Maximalaufbau auf 2GByte RAM, 1,5 TByte Festplatte), aber es war nicht zu übersehen, dass der Rechner immer mehr ins Hintertreffen geriet, je mehr die Technik voranschritt. So wurde letztes Jahr ein MacBook Pro angeschafft und der iMac von mir immer seltener benutzt. Aber manchmal brauchte man (oder die Familie) ihn schon und dann hieß es vor allem Geduld beweisen mit dem Technik-Opa.

Bis gestern – denn gestern lieferte Amazon mir meine SanDisk 128GByte SSD (günstig geschossen), welche sicherlich im Feld der SSDs eine eher konservative ist – aber an den alten Anschlüssen (SATA 1) des iMac ist das eh wurscht – da zählt nur die Steigerung der nicht sequentiellen Zugriffe – die Paradedisziplin jeder SSD.

Also schraubte ich zum zweiten Mal in seinem Leben den iMac auf (das erste mal war die 1,5 TByte Festplatte) und wechselte gemäß der Anleitung von ifixit die Platte gegen die SSD. OK, etwas Improvisation war nötig, denn obwohl ich noch den Einbaurahmen meiner OCZ Vertex 3 übrig hatte, ist die Befestigung der SSD am Ende doch nur mit reichlich Klebeband möglich gewesen. Übrigens: so wirklich Spaß macht der Wechsel nicht, Torx-Schrauber, Kreuzschlitz, Geduld und aber auch Mut gehören dazu.

Und was soll ich sagen – der altehrwürdige iMac ist wieder ein richtig schneller Rechner für den Alltag. Alles flutscht. Mittels Migrationsassistent (eines der Highlights von Mac OS X seit Ewigkeiten) wanderten alle Benutzer und die meisten Daten auf die SSD. Die meisten? Nun ja, die 1,5 TByte-Platte war zwar nicht voll, aber doch deutlich voller als 128 GByte. Daher ist die alte Platte nun in einem Firewire-Gehäuse hinter dem Rechner und lagert insbesondere Musik, Filme und Virtuelle Maschinen. iTunes, iPhoto und Aperture wurden umerzogen zum Zugriff auf die Platte und in die Ordner selber Aliasse gepackt, um schneller hinzuwechseln.