Volkswagen RCD 510 – ein Erfahrungsbericht

Es begab sich im Herbst 2011, dass die Bestellung eines neuen Wagens aus dem Volkswagen-Konzern angegangen werden konnte. Ausgestattet mit dem einen oder anderen Euro legte ich viel Wert auf den Innenraum, da dies ja der Platz ist, in dem ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Arbeitszeit (ca. 75.000km im Jahr) verbringe.

Also wurde für den Komfort alles gekauft, was in das Budget passte, und das war eben auch das RCD 510 von Volkswagen inklusive Rückfahrkamera und allen, was es unter dem Stichwort „Freisprechfunktion“ so gab. Zusätzlich wurde noch das teurere 10-Boxen-System dazugekauft – man wollte es ja auch genießen.

Was bekommt man den nun eigentlich mit einem RCD 510?

  • großer Touchscreen
  • Radio
  • CD-Wechsler
  • SD-Kartenslot
  • Aux-In
  • Anschlussplatz für Multimedia (man legt dann nochmal ein paar Euro drauf für das iPhone-Adapter-Kabel)
  • Audio über Bluetooh (A2DP)
  • Telefon-Freisprechfunktion via Bluetooth
  • Bedienung am Lenkrad (ja ja, das kostet natürlich auch extra – deutsches Auto halt)

Falls Ihr Navi vermisst: das ist im RNS mit drin – aber statt dem „tollen“ VW-Navis nehme ich doch sehr viel lieber mein iPhone mit TomTom – viel günstiger und (das wage ich bei meiner Fahrleistung beurteilen zu können) um Größenordnungen besser.

Es hätte also alle so schön sein können – aber nach nun gut einem Jahr (die Lieferzeiten des Wagens waren ziemlich hoch) und aktuell knapp 89.000km ist es Zeit für ein Fazit:

  • großer Touchscreen
    Ich mag von den modernen kapazitiven Displays wie beim iPhone verwöhnt sein – aber gerne tippe ich da nicht drauf, da die Erfolgswahrscheinlichkeit bei vielleicht 80% liegt
  • Radio
    Das tut tatsächlich, was es soll und das gut 🙂
  • CD-Wechsler
    Auch der tut das, was er soll. Aber mal ehrlich, wie oft höre ich denn noch CD…
  • SD-Kartenslot
    Ein Haufen Elektronikschrott – wenn man nicht die richtige SD-Karten mit den richtigen Dateien im richtigen Format trifft, dann geht er nicht – tatsächliche Nutzung daher bei mir null (war aber auch nur so ein „ist halt dabei“ Ding)
  • Aux-In
    Keine Ahnung, nie benutzt
  • Multimedia-Interface für iPhone (erst iPhone 4, nun mittels Apple-Adapter iPhone 5)
    Das ist sicherlich das Herzstück aus meiner Sicht – bei den Fahrleistungen will man Hörbücher, Podcasts und Musik haben, um nicht vor Langeweile zu sterben. Um so schlimmer: auch das ist ein echter Haufen Elektronikschrott!
    Die Auswahl von Musik über den Touchscreen? Da bin ich schon dreimal gegen einen Baum gefahren, bevor ich vielleicht das richtige Stück gefunden habe.
    Die Darstellung auf dem Bildschirm: Titel von Kapiteln erscheinen nicht, Wechsel von Stücken werden bei Musik manchmal, bei Podcasts und Hörbücher konsequent nie erkannt – Display bleibt munter beim zuerst angeschalteten hängen und zeigt halt Restzeit 0:00 an
    Da das iPhone ja als Navi benutzt wird, braucht es Ladestrom – beim iPhone 4 ging es mit Ach und Krach, dass mehr Strom reinkam als rausging, beim iPhone 5 entlädt sich das Telefon trotzdem und sogar recht schnell
    Aus all diesen Gründen hängt das iPhone nun an einem billigen Zigaretten-Anzünder-USB-Dingens. Damit fällt natürlich der ganze Multimedia-Teil weg – wird also faktisch nicht mehr genutzt (hurra, und das bei den unverschämten Gesamtkosten) und der Ton wird mittels Bluetooth übertragen
  • Audio über Bluetooth
    Hier geht die Kapitelansicht manchmal (tendenziell eher nicht), Wechsel von Dateien werden ebenso manchmal erkannt.
    Da ich ja nun das iPhone über den Zigarettenanzünder lade, ist dies mein Anschluss, den ich täglich nutzer.
    Dummerweise ist der nun wieder zu blöd, um die Restzeit von irgendwas richtig darzustellen (egal was) – da läuft die Abspielzeit nämlich immer einfach doppelt so schnell und nach dem halben Stück ist die Anzeige bei Restdauer null und verweilt da, bis die Realität da auch ankommt.
    Also eigentlich auch Schrott, aber immerhin kommt das aus den Boxen, was ich hören will, wenn ich es über das iPhone-Display so auswähle
  • Telefon-Freisprechfunktion via Bluetooth
    Tatsächlich funktioniert die im Allgemeinen recht gut und zuverlässig, auch angenehm ist die Bedienung am Lenkrad und dem kleinen Bildschirm in der Tachoeinheit (ja, das kostete natürlich auch alles extra…).
    Wenn es nur nicht 2-3 Wochen einmal böse abstürzen würde und nur ein Reboot (Auto anhalten, aus, 10 Sekunden warten, Auto wieder an) es wieder zum Leben bringen würde.
    Gibt es in diversen Geschmacksrichtungen – am häufigsten die unauffällige Variante: alles sieht gut aus, dann kommt ein Anruf und keine Taste zum Abnehmen oder ähnlich geht mehr. Hat mich tatsächlich schon in echte Probleme gebracht, weil ich einen Anruf nicht annehmen konnte, welcher sich kurz darauf (nach dem Reboot auf dem Parkplatz) als bereits stark verärgerter Kunden herausstellte, welcher niemanden erreichen konnte, als sein System – wie sag ich es – sehr suboptimal lief. Erzählt dem dann mal: ja, habe Deinen Anruf gesehen, mein Auto wollte aber nicht mit dir reden…
  • Bedienung am Lenkrad
    An sich super – also insb. der Teil mit der Lautstärke und dem Telefon. Musik und Co. fernsteuern macht aber noch weinger Spaß als am Touchscreen und die Sprachsteuerung – ach, da Schweigen wir lieber drüber…

Conclusio:

Sorry, aber dieses Teil (welches in Summe einen netten vierstelligen Betrag mit allen seinen weiteren Extras gekostet hat) ist ein Quell täglichen Ärgernisses und man ist froh, wenn es das tut, was es gerade soll. Sonderwünsche der Tochter nach „spiel mal xyz“ ignoriert man mittlerweile mit dem Hinweis, dass das einfach gerade nicht ginge.

Kann gut sein, dass man als Gelegenheitsnutzer über vieles Schmunzeln kann – ich kann es mittlerweile nicht mehr 🙁

Randnotiz: es ist die aktuellste (und auch finale) Softwareversion sowohl im RCD 510 als auch im Multimediasystem installiert.

UPDATE: Die Zeit ist vorangeschritten, der Wagen schon eine Weile Geschichte und wen es interessiert, der kann gerne hier auch lesen, dass es bei anderen Autoherstellern besser funktionieren kann

Ist Fever eine Alternative für Google Reader?

Nun ist also Google Reader am Ende – Google zieht den Stecker zum 1. Juli 2013.

Danke Google, erinnert Ihr Euch nach „Don’t be Evil“? Muss Jahrhunderte her sein…

Wie auch immer – ich selber habe schon vor ein paar Monaten meinen persönlichen Stecker gezogen und habe mir eine Fever-Installation zugelegt, in welcher meine gut 100 Feeds seitdem fein leben und gedeihen.

Ist Fever nun DIE ALTERNATIVE? Nun, hat alles seine Vor- und Nachteile.

Die Nachteile gleich vorab:

  • Es kostet 30 US$
  • Es ist in PHP geschrieben
  • Man braucht einen eigenen Webspace oder dedizierten Server
  • Der Refresh der Feeds muss angestoßen werden und kann eine Weile dauern (bei mir macht das ein Cronjob).

Die Vorteile:

  • Die Daten sind bei mir, kann mir keiner mehr nehmen oder abschalten
  • Gute Weboberfläche
  • API ist vorhanden und wird auch von Reeder für Mac und iOS unterstützt

Also ja, für mich ist es die Lösung, aber bei den negativen Punkten muss jeder wissen, wie er die Punkte abwägt. Ich habe es seit einigen Monaten im Einsatz und kann auf jeden Fall sagen, dass es problemlos funktioniert.

Wenn ich aber mal träumen dürfte, hätte ich gerne folgendes:

  • Serverseitiger Deamon (der dann im Hintergrund schön über die Zeit verteilt die Feeds aktualisiert)
  • Multi-threaded
  • Moderne Web-GUI
  • Volle API für Clients

Wenn das jemand baut – ich bin der erste, der einen Client dafür liefern wird (für Windows – Desktop Google Reader ist von mir und tatsächlich einer der meist genutzten :))

Ganz frisch aufgeschlagen ist Feed Wrangler – aber das ist noch nicht fertig.

Andere Idee: App.net könnte das als API einbauen – das wäre ein Traum (den ich @dalton auch schon vorgeschlagen habe).

Ich muss dann jetzt auf die Autobahn – aber bei Fragen zu Fever oder auch der Google Reader API (die ich besser kenne, als mir lieb ist): @svenwal bei App.net

Wo alles entsteht – mein Arbeitszimmer

Ich habe schon so lange versprochen, dass ich mal Bilder vom Arbeitszimmer ins Netz stelle, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wem alles. Also ganz einfach als Blogeintrag und schon kann es jeder sehen 🙂

Fangen wir mit einer Übersicht an:

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Gefolgt vom Schreibtisch mit all der Technik drauf:

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Da steht dann folgendes rum (in der Reihenfolge vom Vordergrund bis zum Fenster):

  • Multifunktions-Laserdrucker (Brother MFC 7420 – seit vielen Jahren ein treuer Begleiter)
  • DECT Telefon (Basisstation lugt leicht hinter dem Drucker hervor)
  • Mac Mini (Museumsstück, ist noch ein Power PC, den ich geschenkt bekommen habe)
  • 23,5″ TFT (angeschlossen an Dienstnotebook und Windows-XP- Kiste, die unter dem Schreibtisch steht)
  • Ganz klein zwischen dem 23,5″ TFT und dem Dienstnotebook: DECT Headset
  • Dienstnotebook (Dell Latitude E6510 in Docking-Station)
  • 27″ TFT (angeschlossen an MacBook Pro und Dienstnotebook)
  • MacBook Pro 13″ (2,3GHz Core i5, 1.1 TByte Fusion Drive, 8 GByte RAM)
  • MacBook Pro steht auf einem Rain Design Stand

Und noch ein letztes Foto mit dem Blick auf die Rechner:

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Zum Fenster hinten raus sieht man den Garten und dahinter die Schafsweide 🙂

Die Kopfhörer, die da rumliegen, sind zum einen das Headset für Skype u. ä. und zum anderen das Bluetooth-Headset für das iPhone.

 

 

Meine Top 10 iOS Apps

Ich sammle einfach mal das Stöckchen vom glücklichen Buddha auf:

Meine Top 10 auf iOS:

  1. Carcassonne
    Bestes Spiel ever – seit gestern mit Händler und Baumeister 🙂
  2. Netbot /Tweetbot
    Meine beiden App.net bzw. Twitter-Clients auf dem iPhone
  3. Reeder
    Meine Meinung nach noch immer der beste RSS / Google Reader Client
  4. TomTom D-A-CH
    Als Vielfahrer mein ständiger Begleiter und hat mich schon um viele Staus herumgelotst
  5. Fog of World
    Wer viel fährt, kann da auch schön sehen, wo er schon mal war
  6. Instacast
    Viel im Auto und das wäre sonst super langweilig…
  7. Audible
    Wiederum: als Vielfahrer braucht man viel Futter für die Ohren
  8. Amazon
    Schnell was benötigt, schnell bestellt, in der Regel am nächsten Tag da
  9. HRS
    Auch Hotels brauche ich öfters – und das geht damit sehr fix 🙂
  10. Beam Light
    Ja, wirklich, eine Taschenlampen-App. Nutze ich nahezu täglich

So, ich springe nun ins Auto und werfe einige der o. g. Apps auch gleich an. Hier noch die Regeln des Stöckchens:

Ah, wer noch nie von einem Stöckchen gehört hat, hier die Spielregeln:

Wie üblich geht es auch bei diesem Blogstöckchen darum, mehr von anderen Bloggern zu erfahren. Aber auch die freiwillige, unverpflichtende Verlinkung zählt natürlich. Gerade in Zeiten, in denen Backlinks immer wieder für viel Geld verkauft werden, eine Seltenheit. Und natürlich gibt es auch hier eine Hand voll Satzungen:

  1. Verlinke die Person, die dir das Blogstöckchen zugeworfen hat
  2. “Bearbeite” das Thema des Blogstöckchens
  3. Bewerfe anschließend 3 Leute mit dem Stöckchen und sage ihnen Bescheid, dass du sie beworfen hast

Und, wie man unschwer an diesem Blogpost erkennen kann, das Thema zu diesem Stöckchen lautet: Was sind eure zehn Apps, die auf keinem Smartphone fehlen sollten? Wer mehrere mobile Systeme nutzt, nimmt bitte das System, welches er in seinem Alltag nutzt.

Ich lege das Stöckchen einfach mal hier hin – man möge es bitte aufheben 🙂

Windows XP OEM Lizenz mit einer Retail-CD installieren und aktivieren

Nach dem ganzen Mist mit dem missglückten Upgrade meiner Windows XP-Maschine auf Windows 8 musste der XP-Rechner wieder neu aufgesetzt werden (und wird nun Age of Empires-Spielrechner und Entwicklungs-Testsystem).

Problem dabei: Die Kiste ist ein HP mit einem hübschen Windows-XP-Lizenzaufkleber (OEM-Lizenz), als CD habe ich aber nur eine normale Verkaufsversion („Retail“) von Windows XP zur Verfügung. Und wenn man mit der installiert, dann wird der Lizenzcode als nicht gültig zurückgewiesen.

Google gibt einem sehr viele Tipps, wie man die Installations-CD „umbauen“ kann, aber das wollte ich nicht (zumal XP ja schon installiert war). Am Ende fand sich dann ein extrem einfacher Weg und das auch noch ausschließlich mit Windows / Microsoft-Bordmitteln:

  1. Schritt 1 ist die Installation von Windows XP mit der Retail-CD ganz normal wie immer – die Frage mit dem Lizenzschlüssel kann man (zumindest bei einer SP3-CD) einfach überspringen. Man erhält dann ein System, das im 30-Tage-Testmodus ist
  2. Nun geht man auf http://windows.microsoft.com/de-DE/windows/help/genuine/product-key und wählt oben den Punkt „Windows XP“
  3. Dort folgt man den Schritten, die unten unter „So aktualisieren Sie Ihren Product Key“ beschrieben werden – man lädt also das  „Windows-Aktualisierungstool für Product Keys“, startet es und gibt seinen OEM-Lizenz-Code vom Aufkleber ein
  4. Das war es schon! Die Lizenz wird eingetragen und auch gleich aktiviert

Das Tool prüft (wie auch immer), dass es sich um keine Raubkopie handelt, aber darum soll es hier auch nicht gehen.

Deswegen ein Mac!

Jemand den Eintrag vom Wochenende gelesen? Der mit dem vergeblichen Versuch, ein Windows 8 und dann wieder ein XP zu installieren? Nun, ein laufendes Windows 8 habe ich jetzt (auf einem anderen Rechner), aber die Lust darauf ist erstmal wieder verflogen.

Stattdessen habe ich mich wieder meinen Macs zugewendet (die ja eh meine Hauptrechner sind) und habe einen größeren Umbau in Angriff genommen. Ziel war Folgendes: das MacBook Pro 13″ (early 2011) sollte umgebaut werden (vorher: SSD und Festplatte beide eingebaut aber getrennte Laufwerke, nachher: SSD und Festplatte mittels Fusion Drive ein Laufwerk (Anleitung hier)).

Die Umwandlung eines „alten“ Mac in einen solchen mit einem Fusion Drive ist sicherlich nichts für den Normalnutzer (auch wenn das Wort „Hack“ wieder übertrieben wäre), aber mit der Anleitung doch verblüffend einfach. Kurz gesagt: geht im ersten Anlauf und ich habe nun eine 1.1 TByte „Platte“ (128er SSD + 1 TB Festplatte) im Rechner.

Aber das ist ja wenn überhaupt erst die halbe Miete – denn nun sollte auch noch der alte iMac komplett migriert werden (early 2006, erster Intel Mac überhaupt), welcher auf Snow Leopard (Mac OS X 10.6.8) hängt, da er für neuere Versionen nicht mehr die Hardware hat.

Also auf dem iMac noch einmal die Time Machine das Backup komplettieren lassen und dann die Platte einmal umgehängt an das Mac Book (welches mittlerweile 10.8.2 alias Mountain Lion installiert hatte). Das fragte schon nach alten Daten (alter Mac, alter PC, Time Machine) und nach einem Klick auf Time Machine und die gerade angesteckte Platte ging es ein paar Stunden ans Kopieren der Daten (so rund 600 GB). Das durfte der Rechner über Nacht machen.

So, und nun gerade angemeldet – die beiden Nutzer von meiner Frau und mir sind (erwartungsgemäß, so kenne ich es vom Mac) schön vollständig mit allen Daten, Einstellungen und Programmen wieder da. Aber auch die wirklich exotischen Dinge gehen auch – so ist seit Ewigkeiten wegen eines exotischen Programms die Windows-Emulation Wine installiert – diese holte sich beim ersten Start noch schnell ein Update und schwups geht auch das bereits wieder (immer noch komisch, wenn mitten in der Mac-Oberfläche Windows-Fenster sind).

Also: viel, viel größere Operation als das XP -> 8 Update (bei dem ich nicht mal die Daten behalten wollte) und trotzdem viel weniger (kein) Stress und das Ziel ist auch schon erreicht.

Kleiner Ausflug in die Windows-Hölle

So kann man sich einen Sonntag auch versauen – man kaufe sich auf seinem Entwicklungs-Windows-XP-Rechner Windows 8 Pro als Update. Das Setup  läuft durch, ohne wie sonst überall zu lesen die Erstellung einer DVD oder eines Boot-Sticks anzubieten. Na toll.

Rechner startet also neu und fährt nicht mehr hoch (sondern schwarzer Bildschirm mit lustigen Zahlen). Ist also hinüber. Klasse.

Also buddelt man die alte XP Install DVD raus und installiert – und dann geht die alte XP-Seriennummer nicht mehr (jene, die auf dem Rechner klebt) und auch eine andere noch vorhandene geht nicht mehr.

Dank dem Windows 8 Upgrade habe ich also folgendes:

  • Keinen Windows XP Rechner
  • Keinen Windows 8 Rechner
  • Keine Windows 8 Installations-DVD
  • Keinen funktionierenden XP License-Code
Unfassbar – ich hatte ja schon fast vergessen, wie sch*** Windows ist.
Damit ich das aber wirklich nicht vergesse, drehte dann parallel mein Dienst-Windows 7-Notebook durch (Taskbar nicht nutzbar, Alt-Tab ohne Funktion usw. und das auch nach Neustart).
Ich setze mich jetzt wieder an das MacBook Pro – das funktioniert wenigstens immer…!

M-Net: Viel Licht, aber auch viel Schatten

Nachdem die Telekom in bekannt chaotischer Manier meinen Umzug im letzten Mai versemmelt hatte, war der Weg frei, das Internet in Zukunft über M-Net zu beziehen.

Es begann mit Licht: Nette und kompetente Hotline, nachvollziehbare und passende Aussagen.

Dann kamen ein paar Wolken: Eine Auftragsbestätigung bekam ich nie (weder an die alte Adresse, noch an die neue – Nachsendeantrag ist aktiv). Dummerweise stand wohl in dieser, wann der Techniker zum schalten kommen würde. Nun gut, wussten wir also nicht und fanden dann den Zettel, das niemand antreffbar gewesen sei. Klasse.

Also wieder Hotline, neuer Termin und relativ zeitnah war der DSL-Anschluss da (Max. 18 MBit, real ca. 12MBit).

Mit der Zeit wurde der Anschluss aber immer instabiler (kann man in der FritzBox 7390 (hier wieder Licht, die ist im Vertrag dabeigewesen) ja gut beobachten). Als es immer schlimmer wurde die Hotline angerufen. Dort sofort einen fähigen Techniker bekommen, der die Leitung durch einige Umstellungen im DSLAM wieder stabil kriegte.

Gestern nun erst strahlend helles Licht: Nachdem ich CRE 197 gehört hatte, fand ich die Info, dass bei M-Net natives IPv6 einfach aus der Dose kommt, wenn man die Nutzerdaten leicht anpasst. Das wollte ich gleich ausprobieren und stolperte aber erst einmal kurz über die aktuelle verbundene Geschwindigkeit: 3MBit. Erklärte auch, warum ich so lange auf meinen ganzen Apple-Updates warten musste…

Aber die Geschwindigkeit wird ja bei jedem neuen Connect neu ausgehandelt – also mal fröhlich probiert. Es kamen dann 1,5 MBit und 2,5 MBit an – das ist dann doch ein bissl sehr weit weg und die Freude über das problemlos funktionierende IPv6 trübte sich.

Heute nun mal alle Router-Technik Kabel ziehen und wieder stecken, Strom für ein paar Sekunden raus. Ergebnis: erst pendelt es lange um die 10-12 MBit, die aber wenn überhaupt nur Minuten stabil bleiben und nun sind wir (vorerst?) stabil bei tollen 3 MBit. Ich brauche ja gar keine 18 MBit, aber 3 MBit ist doch Welten davon entfernt…

Also mal wieder die Hotline anrufen 🙁

UPDATE: Daran muss ich mich nach Jahren bei Telekom und Alice erst gewöhnen: Am Samstag auf der 0800er-Nummer angerufen, schnell kompetenten Ansprechpartner bekommen und die Leitung scheint nun stabil bei 8 MBit zu liegen – das würde mir ja reichen…
Also nochmal Licht für den Support bei M-Net !

Jungbrunnen für meinen alten iMac

Erinnert sich noch jemand an den allerersten iMac mit einem Intel-Prozessor? Ein solcher löste vor mittlerweile doch relativ vielen Jahren meinen heissgeliebten iMac G4 („Nachttischlampe“) ab und war damals mit seinem Intel Core Duo (ohne „2“ – early 2006) mit seinen 2 GHz und dem 20″ TFT eine absolute Rennmaschine.

Nun begab es sich mit der Zeit, dass man zwar immer etwas nachrüstete (Maximalaufbau auf 2GByte RAM, 1,5 TByte Festplatte), aber es war nicht zu übersehen, dass der Rechner immer mehr ins Hintertreffen geriet, je mehr die Technik voranschritt. So wurde letztes Jahr ein MacBook Pro angeschafft und der iMac von mir immer seltener benutzt. Aber manchmal brauchte man (oder die Familie) ihn schon und dann hieß es vor allem Geduld beweisen mit dem Technik-Opa.

Bis gestern – denn gestern lieferte Amazon mir meine SanDisk 128GByte SSD (günstig geschossen), welche sicherlich im Feld der SSDs eine eher konservative ist – aber an den alten Anschlüssen (SATA 1) des iMac ist das eh wurscht – da zählt nur die Steigerung der nicht sequentiellen Zugriffe – die Paradedisziplin jeder SSD.

Also schraubte ich zum zweiten Mal in seinem Leben den iMac auf (das erste mal war die 1,5 TByte Festplatte) und wechselte gemäß der Anleitung von ifixit die Platte gegen die SSD. OK, etwas Improvisation war nötig, denn obwohl ich noch den Einbaurahmen meiner OCZ Vertex 3 übrig hatte, ist die Befestigung der SSD am Ende doch nur mit reichlich Klebeband möglich gewesen. Übrigens: so wirklich Spaß macht der Wechsel nicht, Torx-Schrauber, Kreuzschlitz, Geduld und aber auch Mut gehören dazu.

Und was soll ich sagen – der altehrwürdige iMac ist wieder ein richtig schneller Rechner für den Alltag. Alles flutscht. Mittels Migrationsassistent (eines der Highlights von Mac OS X seit Ewigkeiten) wanderten alle Benutzer und die meisten Daten auf die SSD. Die meisten? Nun ja, die 1,5 TByte-Platte war zwar nicht voll, aber doch deutlich voller als 128 GByte. Daher ist die alte Platte nun in einem Firewire-Gehäuse hinter dem Rechner und lagert insbesondere Musik, Filme und Virtuelle Maschinen. iTunes, iPhoto und Aperture wurden umerzogen zum Zugriff auf die Platte und in die Ordner selber Aliasse gepackt, um schneller hinzuwechseln.

REWE gewinnt den Zonk für die Online-Tauschbörse

Ich finde es unfassbar, aber ganz offensichtlich gibt es noch immer wildgewordene Marketing-Agenturen, die auch in 2012 noch meinen, dass man mit Flash irgendwas machen sollte.

So z. B. die aktuelle Online-Tauschbörse für Sticker bei REWE.

Erste Konsequenz: mit dem Hauptgerät meiner Frau – einem iPad – geht es schon mal gar nicht.

Zweite Konsequenz: auch auf meinem alten iMac kriegt man erstmal die (falsche) Warnung, dass angeblich die Tastatur nicht gehen würde. Tut sie aber.

Dafür gehen andere Dinge nicht. Z. B. der Wechsel zwischen den Seiten des Albums. Kann man draufklicken, interessiert das Flash aber nicht. Auch der Klick auf „habe dieses Bild“ geht nur manchmal. Führt einfach nur zu Frustration und nicht jeder hat wie ich zufällig noch einen weiteren Rechner rumstehen, der dann die geheiligten Kriterien der „Entwickler“ erfüllt.

Also REWE, schmeißt das Zeug von der Homepage und feuert diese Agentur. Das ganze soll doch eine Kundenbindung sein – aktuell ist es einfach nur Frust.

Agility ist kein Sport!

OK, für die Leser, die mit Agility gar nicht anfangen können: Das ist grob gesagt ein Hindernisparcours, den ein Hund unter Anleitung des Hundeführers möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen soll. Mehr Details gibt es z. B. hier bei Wikipedia.

Nun wird jeder, der wie ich Agility betreibt oder sich nur ein paar Videos dazu anschaut, sicherlich den Titel diese Eintrages komisch anschauen und fragen, wie ich auch die Idee komme, dass es kein Sport sei.

Also ich selber sehe das sehr wohl als Sport (insb. nach jedem Lauf, nach dem ich faktisch energielos zusammensacke, weil man a) sprintet und dabei b) auch noch dem Hund ständig Kommandos zurufen muss (Reden und Laufen gleichzeitig – probiert das mal aus ;)).

Aber es gibt da jemanden, der sieht das anders…

Unser Verein, der HSV Lechfeld, macht 1-2 mal im Jahr ein anerkannt spaßiges Turnier mit irgendwas zwischen 100 und 200 Teilnehmern. Und die von mir mal als Gaudi betitelte Veranstaltung war und ist immer mit guter Stimmung versorgt – nicht unwesentlich, weil ich als DJ immer Musik aus meinem iTunes gelassen hatte.

Ja, hatte, denn im letzten Jahr entschied die GEMA, dass die Gebühren nun anders berechnet werden. Und zwar nach beschallter Veranstaltungsfläche! Das ist natürlich für ein Agility-Turnier, welches auf einem großen Hundeplatz stattfindet, der Todesstoß. Auf einmal sollten wir um ca. den Faktor 20 mehr Gebühren zahlen (was die spärlichen Einnahmen zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz gleich wieder auffressen würde).

Für Sportveranstaltungen gilt diese Berechnung nach der Fläche zwar nicht – aber die GEMA stellte und stellt sich einfach hin und definiert Kraft eigener Arroganz, dass Agility kein Sport sei.

Das Ende vom Lied (im wahrsten Sinne des Wortes): Keine Musik mehr auf den Lechfeld Gaudis seit 2012 – Danke GEMA!

HDTV mit HD+ … Ich gehe dann mal kotzen…

Das ist nun an sich kein neues Thema, aber ich hatte es bisher ausgesessen und mich mutig mit Alternativen wie Telekom Entertain „vergnügt“. Nun ist Entertain mit einer 16.000+ Leitung auch für den Arsch, wenn man HD zuschalten will (geht seit Neuestem), denn dann kann man genau ein Programm aufnehmen und parallel weder eine zweite Sendung schauen oder gar aufnehmen.

Außerdem sind wir mitten im Umzug und wir haben dann (erstmal) wieder ein etwas „langsameres“ Internet – also kein Entertain mehr. Daher fing ich vor 3 oder 4 Wochen wieder an zu schauen, wie denn der aktuelle Stand ist und ob Astra und die Privatsender den Scheiß mittlerweile aufgegeben haben. Haben sie nicht…

Was ist nun mit HD+ (HD-Programme von RTL, Pro 7 und Co.), dass man es auf keinen Fall haben will? So Einiges (und das ist nur der Schlimmste):

  • Es kostet 50€ im Jahr (ja, für die Privatsender mit der vielen Werbung!)
  • Das Bild ist sehr häufig einfach nur hochgerechnet, nur ganz neues Material ist von Anfang an HD gewesen
  • Und der Hammer: die Receiver und vor allem Recorder können (und werden!) aus der Ferne von Astra bzw. den Sendern beschnitten werden:
    • Aufnahmen von bestimmten Sendungen können unterbunden werden
    • Das Vorspulen kann für Werbung bzw. generell in Aufnahmen abgeschaltet werden (akt. wird es einfach generell verboten…)
    • Aufnahmen können ein Verfalldatum bekommen (also vor 2 Wochen aufgenommen -> zu alt -> kann nicht mehr geschaut werden
    • Time Shift kann deaktiviert oder eingeschränkt werden (nur noch bis x Minuten nach Sendeende)

Wie gesagt, ich hatte gehofft, dass sich die Verarsche am Kunden von selbst erledigt – noch scheint es aber zu klappen bzw. noch wird es durchgezogen. OK, macht es mir dann einfacher (und kostengünstiger): Der gute, alte Topfield 4000 darf noch weiter im „guten alten SD“ aufnehmen, so viel er will. Ansonsten muss man sich halt mal in „speziellen Foren“ umschauen, was es noch für Möglichkeiten geben könnte.

Letztlich will man die Zuschauer wohl aktiv loswerden… Wenn das „plus“ in HD+ für einen Mehrwert stehen würde, dann wäre man ja gegebenenfalls sogar bereit, Geld dafür auszugeben, aber eigentlich ist es ja definitiv ein HD-

Zum Abschluss noch ein paar (schon ältere) Videos zu dem Thema – leider immer noch viel zu aktuell…

Gar nicht oder garnicht

Ein Klassiker – diesen Eintrag hatte ich schon in der allerersten Inkarnation dieses Blogs und zu seiner Zeit war er immer sehr weit oben in den Suchmaschinen. Daher hier kurz und knapp:

„Gar nicht“ wird gar nicht zusammengeschrieben

Und warum ist es dann in der Adresse dieses Blogs so falsch geschrieben? Weil’s Spaß macht (und damals eine freie Domain war, die ich lustig fand).

Auf der Autobahn – meine Podcasts

Wenn man es genau nimmt, dann war und ist dieser Blog-Eintrag der Auslöser, dass Gibt’s doch gar nicht wiederauferstanden ist. Denn ich habe schon vor Langem einem Kollegen (hallo Gabriele ;)) versprochen, meine Podcasts mal aufzulisten. Wir sind nämlich beide extreme Vielfahrer (ich hatte 75.000km in den letzten 12 Monaten) und haben daher viel Zeit dafür…

Podcasts - was ist das eigentlich?

Was ist denn nun überhaupt ein Podcast?

Kurzfassung: Man abonniert Audio-Dateien, die man dann auf geeigneten Geräten (iPhone, iPod, …) automatisch aktualisiert bekommt und die man hören kann, wann man will (also wie Radio ohne feste Sendezeiten, die man verpassen könnte).

Wikipedia gibt eine detailliertere Antwort

So, hier nun die Podcasts, die ich aktuell regelmäßig höre:

  • CRE
    Ehemals bekannt als Chaosradio Express: Tim Pritlove in hervorragendem Interviewstil zu allen möglichen Themen von Hardcore-Technik (Compiler, Programmiersprachen), über generelle Themen (Eisenbahn, Segeln) bis hin zu gesellschaftlichen Themen ist alles dabei.
  • MobileMacs
    Auch wieder Tim Pritlove, diesmal aber im lockeren Gespräch rund zu allen News und Themen rund um den Mac und die Computerwelt im Allgemeinen.
  • Bits & So
    Alles aus der Welt der Macs und der Computerszene – von und mit Timo Hetzel
  • Hoaxilla
    Der skeptische Podcast – hinterfragt Verschwörungstheorien und andere esoterische Themen
  • Luftpost Podcast
    Schöner Interviewpodcast zu Reisen in ferne Länder (von Südamerika bis tiefstes Asien – alles dabei). Leider etwas zu sehr auf die „freie Jugend“ mit Rucksack und Hostels ausgelegt, aber sehr interessante Einblicke in fremde Kulturen
  • Logbuch Netzpolitik
    Name ist Programm – wöchentlicher Podcast rund um die Netzpolitik – und ein weiterer Podcast von Tim Pritlove
  • Die drei Vogonen
    Drei Freunde in meist epischer Länge rund um Computertechnik und was sonst nicht bei drei auf den Bäumen ist. Man lernt aber auch viel über die Imkerei 😉
  • Fanboys
    Und noch ein Technik & Netzpolitik-Podcast – diesmal von den Coding Monkey (SubEthaEdit und Carcassonne)
  • Not Save For Work
    Mal wieder Tim Pritlove – diesmal mit Holgi in einem unglaublich chaotischen Format – erwartet keine Struktur aber habt einfach Spaß. Meist auch etwas länger…
  • Raumzeit
    Tja, und nochmal Tim Pritlove – diesmal rund um die Europäische Raumfahrt
  • ESL Podcast
    Das eigene Englisch auf Vordermann bringen – bequem durch zu hören? Dann ist das genau das richtige Format

Die Reihenfolge ist absichtlich nicht geordnet und soll insbesondere keine Wertung sein – ich höre die alle gerne und regelmäßig. Es gibt noch ein paar weitere Podcasts, die ich aber nur höre, wenn der Rest alle ist (und das fällt schwer bei der Masse ;))

Gibt’s doch wieder!

So, nun also doch wieder „Gibt’s doch garnicht – das Blog, das gar nicht falsch geschrieben ist“.

Erst lange auf Serendipity, dann die letztem Jahre mit abnehmendem Engagement bei Posterous und nun heute der Neustart – mit dem Platzhirsch WordPress.

Ich nehme die Gelegenheit wahr und mache einen echten Neustart und lasse die alten Einträge mit Absicht weg – die sind eh uralt und ich glaube, ich werde mich thematisch in eine andere Richtung bewegen.

Jetzt erstmal Hausaufgaben im Software-Keller. Umstellung der Sprache, Anpassung des Themes usw. stehen an 🙂

So stay tuned…